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Meine magische Weihnachtsgeschichte zum Nachdenken

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Hallo, erst einmal möchte ich einen schönen 1. Advent wünschen. Spät aber doch kommt nun wieder eine Geschichte von mir. Ich weiß, bis zum Weihnachtsabend dauert es noch, aber ich hatte gerade jetzt die Inspiration für diese Geschichte, daher schreibe ich sie nun am 1. Advent auf.

Weihnachten bei Elfen und Feen

Wie auch in der Welt der Menschen, feierten die Elfen und Feen, welche zusammen in einem großen Wald irgendwo in einer anderen, magischen Welt lebten, Weihnachten. Sie hatten jedoch etwas andere Gebräuche als die Menschen. Sie machten einander keine Geschenke, für sie war Weihnachten nur ein Fest der Liebe. Außerdem fällten sie niemals Bäume, um sie als Christbäume in ihre Baumhäuser zu stellen, nein. Sie gingen nach draußen in den Schnee zur großen Eiche, welche sich auf einer Lichtung befand. Elfen liebten jede Jahreszeit, und vor allem Elfenkinder tobten gerne im Schnee, welcher sich ab Anfang Dezember im Wald bemerkbar machte und auch die Bäume bedeckte. Die Feen mochten den Winter zwar auch, aber ihre liebste Jahreszeit war der Frühling, wenn die schönsten Blumen und Pflanzen erblühten.

Es war der 24. Dezember, und viele Elfen waren damit beschäftigt, ihre Baumhäuser weihnachtlich zu schmücken und Leckereien zuzubereiten. Viele Elfenkinder halfen mit, aber einige trieb es auch hinaus in den Schnee, wie zum Beispiel den zehnjährigen Antariel und die neunjährige Elariel. Sie waren schon immer die dicksten Freunde und immer auf Abenteuer aus. Gerade waren sie damit beschäftigt, einander Schneebälle zuzuwerfen. „Das nächste Mal treffe ich!“, rief Elariel ihrem Freund zu, doch Antariel grinste und holte bereits mit einer weiteren Ladung Schnee aus. Elariel wollte ausweichen, rutschte jedoch auf einem eisigen Stück aus und landete auf ihrem Hinterteil. Wütend erhob sie sich wieder und traf ihren Freund mit einem Ball voll ins Gesicht. „Das war gemein! Ich hatte nicht einmal Zeit, zu reagieren!“, rief Antariel, doch Elariel war es jetzt, die grinste. „Du musst stets auf alles vorbereitet sein, wenn du mit mir Schneeballschlacht spielst!“, rief sie. Antariel wollte gerade den nächsten Schneeball formen, da kam eine Fee aus ihrem kleinen Häuschen geflogen. Es war Kamira, die Mutter von Ciara, ebenfalls eine gute Freundin von Elariel und Antariel. Im Winter flog das Feenmädchen allerdings nicht so gerne aus dem Haus, da es die Kälte nicht besonders mochte. „Ciara ist verschwunden!“, rief Kamira nun aufgebracht. Antariel und Elariel sahen die Fee entsetzt an. „Was ist passiert?“, wollte Antariel schließlich wissen. „Ich weiß es nicht. Ich habe mich auf den Weg gemacht, etwas Honig aus unserer Vorratskammer zu holen, und als ich wieder zurückkam, war sie einfach weg! Ich habe überall gesucht.“ Sie begann zu weinen. Weiße Feentränen tropften auf den Boden. „Bestimmt hat die böse Zauberin Esara ihre Finger im Spiel!“, rief sie plötzlich. Esara war eine Zauberin, welche südlich des großen Elfen- und Feenwaldes in einem kleinen Häuschen lebte. Niemand wusste so genau, wie sie war, doch allen Elfenkindern wurde stets eingeschärft, sich nicht in die Nähe dieser Zauberin zu begeben, da man sie als böse ansah. „Wir werden unsere Freundin finden“, verkündete Antariel, und Elariel nickte ebenfalls. Die beiden Freunde liefen Hand in Hand los, um ihre geflügelten Einhörner zu holen. Dann stiegen sie auf und flogen aus dem Elfenwald heraus. „Weißt du denn genau, wo die Zauberin lebt?“, fragte Elariel, und ihr Freund nickte. „Ich war schon einmal in ihrem Wald, aber psst.“ Die Reise ging schweigend weiter, da Antariel immer wieder überlegen musste, in welche Richtung es weiterging, aber irgendwann hatten sie es geschafft und einen etwas düsteren Waldabschnitt betreten. Hier lag zur Bewunderung der Elfen kein Schnee, die Kräuter wuchsen und gediehen prächtig. Die Bäume standen jedoch sehr dicht und ein seltsamer Nebel wurde sichtbar. „Hier ist das Haus!“, rief Antariel, und die Freunde landeten. Durch das Fenster sahen sie die alte Zauberin, wie sie in einem Kessel rührte und seltsame Zauberformeln sprach. Auf einem Blätterhaufen lag Ciara und schlief scheinbar. „Was sollen wir tun“, flüsterte Elariel. Antariel sah sich grübelnd um. „Wir gehen zu ihr ins Haus, dort bitten wir darum, dass uns Ciara zurückgegeben wird.“ „Bist du verrückt? Wir haben nicht annähernd genug Kraft oder Zaubersprüche gelernt, um uns zur Wehr zu setzen.“ Antariel legte seiner Freundin eine Hand auf die Schulter. „Mach dir keine Gedanken, ich will nicht kämpfen, sondern mit ihr reden.“ „Mit bösen Hexen kann man doch nicht reden!“, rief Elariel nun. „Woher willst du wissen, dass sie wirklich böse ist? Ja, sie hat unsere Freundin gefangen, aber wir wissen nicht, warum.“ Mit diesen Worten öffnete er die Haustür, und Elariel folgte ihm fassungslos. „Am besten, ihr verschwindet gleich wieder!“, rief die Zauberin, als sie die beiden Elfenkinder erblickte. „Wir wollen nichts Böses, nur unsere Freundin Ciara. Bitte!“, rief Antariel. Esara lachte laut und böse. „Das hättet ihr wohl gerne, was? Aber warum sollte ich das tun? Niemand interessiert sich für mich, alle Elfen und Feen setzen das Gerücht in die Welt, dass ich böse bin, und alle haben Angst vor mir. Jetzt bin ich wirklich einmal böse und beschere euch ein trauriges Weihnachten! Die Fee wird für alle Zeit bei mir bleiben und friedlich schlafen. Ihr solltet jetzt verschwinden, bevor ich euch ebenfalls fange!“ Die beiden Elfenkinder bekamen es mit der Angst zu tun und rannten einige Schritte vom Haus weg. „Was sollen wir nur machen?“, fragte das Elfenmädchen mit Tränen in den Augen. Antariels Gesichtsausdruck wurde nachdenklich, und ein Schweigen, welches scheinbar ewig dauerte, breitete sich aus. „Ich weiß was!“, rief Antariel plötzlich. Elariels Gesicht hellte sich ein wenig auf. „Und was weißt du?“ „Vielleicht ist Esara einsam! Wir könnten sie doch fragen, ob sie mit uns zusammen Weihnachten feiern will.“ „Glaubst du, dass das hilft?“, fragte die Elfe skeptisch. „Ich bin mir nicht sicher, aber wir müssen es versuchen, wir haben keine andere Wahl, um Ciara zu retten.“ Dies sah Elariel ein, und als Antariel selbstsicher abermals das Haus betrat, folgte sie ihm noch etwas zögerlich, aber voller Hoffnung. „Ihr seid ja schon wieder da! Wollt ihr wirklich, dass ich euch in Schlaf zaubere?“ „Wir haben keine Angst vor dir, Esara“, antwortete Antariel. „Wir wollen dich fragen, ob du mit uns im Elfenwald Weihnachten feiern möchtest.“ Die Zauberin runzelte die Stirn. „Das ist doch bestimmt nur ein Trick, um mich hereinzulegen! Darauf falle ich niemals herein!“ „Nein, wir meinen das wirklich so“, fügte Elariel hinzu. „Vielleicht bist du ja gar nicht so böse, wie alle glauben und würdest gerne nicht mehr einsam sein.“ Esara wurde nachdenklich. „Ihr seid die ersten Elfen, welche vorurteilsfrei an mich herangetreten sind, obwohl ich euch Ciara genommen habe.“ Doch dann schüttelte sie entschieden den Kopf. „Ich werde nicht mit euch Weihnachten feiern können, es ist zu spät. Alle im Elfenwald sehen mich als böse, und daran werdet auch ihr nichts ändern. Ich werde Ciara bei mir behalten“, beendete sie das Gespräch. „Was ist, wenn wir die anderen Elfen davon überzeugen können, dass du nicht böse bist? Würdest du dann mit uns in Frieden feiern und Ciara zurückgeben?“, fragte Antariel mutig. Die Zauberin begann zu lachen. „Ihr habt euch da etwas vorgenommen, Kinder. Das wird sicher nicht funktionieren, die Waldbewohner haben zu viele Vorurteile mir gegenüber. Aber solltet ihr es tatsächlich schaffen, die Elfen dazu zu bringen, mich zu akzeptieren, können wir darüber noch einmal sprechen. Und jetzt macht euch auf den Weg!“ Mit diesen Worten verschwand Esara im Haus, und die Elfenfreunde bestiegen frohen Mutes wieder ihre Einhörner, um in den Wald zurückzufliegen. Antariels Mutter Silvara und sein Vater Elkariel sowie auch Elariels Vater Kalarion warteten schon verärgert auf die Kinder. „Was habt ihr euch dabei gedacht, euch aus dem Elfenwald zu entfernen!“, rief Silvara. „Wir wollten…“ „Ihr seid kopflos zur alten Zauberin geflogen, ich weiß! Ihr könnt von Glück sagen, dass sie euch nicht gefangen hat! Wir wissen ja, dass eure Freundin euch wichtig ist, aber mit Esara ist nicht zu spaßen!“ „Woher willst du wissen, dass sie wirklich so böse ist?“, fragte Antariel. Auch wenn seine Eltern ihm eine gehörige Standpauke erteilten, verlor er nicht den Mut. Im Gegensatz zu Elariel, welche ihren Kopf gesenkt hielt und leise weinte. „Eine Zauberin, welche in den Lauf der Natur eingreift und ihren Wald im Winter blühen lässt, kann nur böse sein!“, rief Silvara. „Sie ist nicht böse!“, mischte sich nun auch Elariel ein. „Wir haben mit ihr geredet, und sie sagt, dass sie einsam ist. Das hat auch Antariel vermutet und sie darauf angesprochen.“ „Einsam? So ein Unsinn, Elariel. Du musst endlich aufhören, so leichtgläubig zu sein!“, mischte sich Kalarion nun ins Gespräch ein. „Das ist nicht leichtgläubig! Sie hat es uns erst gesagt, als ich sie darauf angesprochen habe, vorher war sie ebenfalls unfreundlich und angsteinflößend! Sie hat Ciara gefangen, um uns ein trauriges Weihnachtsfest zu bereiten, weil sie wütend über die Vorurteile der Elfen ist. In Wahrheit ist Esara gar nicht böse, sondern nur verdammt einsam!“ Antariel war nicht mehr zu halten. „Du wärest auch einsam, wenn man dich dauernd als böse ansehen und vor dir Angst haben würde“, sagte er an seine Mutter gewandt. Silvara wiegte ihren Kopf nachdenklich hin und her. „Das kann schon stimmen, aber was sollen wir da tun, Antariel?“, fragte sie. „Wir sollten sie zu unserem Weihnachtsfest einladen“, antwortete der junge Elf. Alle Elternteile schüttelten sofort den Kopf. „Das würden die anderen Elfen und Feen niemals dulden!“, rief Elkariel. „Vielleicht doch, wenn wir ihnen das erklären, was wir auch euch erklärt haben.“ Mit diesen Worten lief Antariel davon, und auch seine Freundin folgte ihm. „Elariel! Tariel! Ihr bleibt hier! Wir sind noch nicht miteinander fertig! Es setzt noch eine Strafe dafür, dass ihr euch ohne Erlaubnis aus dem Elfenwald entfernt habt!“ Die Elfenkinder hörten jedoch nicht auf ihre Eltern und liefen weiter. „Was hast du vor?“, fragte Elariel bereits atemlos ihren Freund. „Alle Elfen und Feen zusammentrommeln! Sie sollen wissen, wie Esara wirklich ist!“

In der nächsten Stunde klopften die beiden Kinder an jede Tür, um die Elfen und Feen an die große Eiche zu rufen, und dann war es endlich so weit. Jeder Waldbewohner, vom Ältesten bis zum Kleinsten, war anwesend, und alle lauschten gebannt Antariels Worten. „Wir sind heute zusammengekommen, um eine ernste Sache zu besprechen. Wie viele von euch wissen, ist unsere Freundin Ciara verschwunden. Esara hat sie gefangen genommen. Wir haben uns auf den Weg zu ihr gemacht und haben zuerst versucht, sie um Herausgabe zu bitten, doch die Zauberin ließ sich davon nicht beeindrucken und sagte, dass sie von allen als böse gesehen wird und nun eben tatsächlich böse ist. Sie will uns ein trauriges Weihnachten bereiten. Zugegeben, auch meine Freundin Elariel und ich hatten zuerst Angst vor ihr, bis mir eine Idee kam. Ich fragte sie, ob sie vielleicht einsam ist und eigentlich gar nicht so böse, wie alle glauben. Sie hat uns dafür gelobt, dass wir ohne Vorurteile zu ihr gekommen sind, und wir haben ihr einen Vorschlag gemacht. Wenn wir es schaffen, alle Waldbewohner davon zu überzeugen, Esara zu akzeptieren und mit uns Weihnachten feiern zu lassen, würde sie Ciara wieder herausgeben.“ Für einen Moment war Stille, bis einige entrüstete Rufe erklangen. „Wollt ihr wirklich eine böse Zauberin zu uns holen?“, rief eine Fee. „Sie ist nicht böse!“, wiederholte Antariel noch einmal. „Sie tut nur so, als wäre sie es, weil wir alle sie ausgrenzen und Hass entgegenbringen! Woher wollt ihr denn genau wissen, dass sie wirklich böse ist? Nur, weil sie ihren Kräutergarten auch im Winter blühen lässt und den Schnee wegzaubert? Eine Zauberin braucht Kräuter für ihre Tränke, ich bin mir sicher, sie will der Natur keinen Schaden zufügen!“ Die Rufe der Elfen und Feen verklangen augenblicklich, und es wurde wieder still. Dann erhob sich die Elfenkönigin Arabella von ihrem Thron und lächelte Antariel anerkennend zu. „Antariel, ich muss dich loben. Du bist sehr wortgewandt und überzeugend gewesen. Und auch du, Elariel, hast viel Mut bewiesen, indem du deinen Freund begleitet hast. wir werden Esara einen Besuch abstatten und zu unserem Weihnachtsfest einladen.“ „Das ist nicht mehr nötig“, sagte eine freundliche Stimme. Auf der Lichtung stand Esara und lächelte, während Ciara eilig zu ihrer Mutter flog. „Ich habe deine Überzeugungsarbeit in meiner Hexenkugel verfolgt, Antariel. Das habt ihr gut gemacht.“ Nun kam auch das Feenmädchen auf ihre Freunde zu. „Antariel und Elariel! Ich weiß gar nicht, wie ich euch danken soll!“ Antariel nahm die Fee in den Arm und reichte sie dann weiter an Elariel, welche ihre Feenfreundin ebenfalls erleichtert umarmte. Antariel sah zufrieden zum Himmel hinauf. Die Sonne war schon untergegangen, und nun erhellten ein paar Sterne den Himmel. „Frohe Weihnachten!“, riefen alle im Chor. Dann holten die Waldbewohner die Leckereien, welche sie gebacken hatten und sangen elfische Weihnachtslieder, bevor sie die Kekse und anderen Köstlichkeiten gemeinsam verzehrten. Trotz der späten Stunde wurde es dennoch ein schönes Weihnachtsfest, und als die Hexe Esara auf ihren Besen stieg, um den Heimflug anzutreten, riefen alle Waldbewohner ihr zu: „Komm bald wieder!“ Mit einem Lächeln im Gesicht winkte Esara und flog in Richtung ihres Hexenhauses davon. Nun packte Antariel die Müdigkeit. „Dies war das schönste Weihnachtsfest, welches ich je erlebt habe!“, rief er noch, bevor die Elfen und Feen ihre Häuser betraten, um sich zur Ruhe zu legen.

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